Jung, fit, energiegeladen – Und wehe, wenn nicht!

Seit einiger Zeit beobachte ich das Treiben von einigen Bekannten, im Netz und auch in der Umgebung. Sie verkaufen Präparate, die gut für die Gesundheit sein sollen, Fitness-Apps um das große Schlankheitsziel im Leben zu erreichen, sowie allerlei Ratgeber, wie man endlich seine guten Vorsätze in die Tat umsetzen kann. Ob das nun so funktioniert oder nicht, das lasse ich mal außen vor.

Viel wichtiger ist, welcher Gedanke dahintersteht.

Dieser Grundgedanke steht hinter so Vielem, was man uns zur Zeit,  gerade jetzt am Anfang des Jahres vermehrt, aber auch sonst an allen Ecken und Enden verklickern möchte.

Um uns etwas zu verkaufen.

Oder um uns bei der Stange zu halten, damit wir besser, schneller und effizienter arbeiten, bessere Freunde sind, bessere Menschen.

Dieser Grundgedanke ist aber auch ganz tief in uns selbst verwurzelt, wurde uns von Kindesbeinen an eingetrichtert, sodass wir seinen Wahrheitsgehalt gar nicht mehr in Frage stellen.

Das oberste Gut, das, wo wir alle hin möchten, was wir erreichen wollen, oder vielmehr erreichen müssen:

wir sollen…….funktionieren….produktiv sein….unseren Beitrag leisten….nicht krank sein….und wenn, dann aber ganz schnell wieder gesund.

Wir sollen…jung sein….gut gebaut….attraktiv….schwungvoll….fit.

Wir sollen Job, Kinder, Freizeit unter einen Hut bringen….und dabei glücklich, gelassen und ausgeglichen sein.

Und vor allen Dingen sollen wir nur so vor Energie strotzen.

Wenn nicht, ja, dann sind wir selbst schuld. Wir bräuchten uns ja nur…

…besser ernähren….Sport treiben….ins Solarium gehen….mehr lachen….meditieren.

Die Liste dessen, was gut für uns sein soll, ist lang.

Dann schauen wir uns mal um, was wir für uns und unsere Gesundheit, Fitness und unser Energielevel tun können.

Und wie wir das in unsere sonstigen Verpflichtungen noch irgendwie reinquetschen können.

Am Morgen, noch vor dem Aufstehen, müssen wir auch jeden Fall meditieren, um uns von dem ganzen Stress, den wir uns mit unserem selbst auferlegten Plan machen, zu erholen.

In diesem ganzen Lebensführungs-Management vergessen wir nur allzu oft uns zu fragen, ob WIR das eigentlich überhaupt wollen.

Wie sieht es in uns selbst aus?

Nehmen wir an, Du wärst auf einer einsamen Insel…

..würde Dich das kleine Pölsterchen an Deinem Bauch wirklich stören?

…was wäre, wenn Du müde bist und Dich einfach einen halben Tag lang ausruhst. Wem würde das schaden?

Natürlich leben wir nicht auf dieser einsamen Insel und müssen uns in irgendeiner Weise den gesellschaftlichen Verpflichtungen stellen.

Trotzdem, auch in der Gesellschaft, leben wir alle so ein bißchen auf unserer eigenen einsamen Insel in uns. Und was dort passiert, können wir auch bis zu einem gewissen Grad selbst beeinflussen.

Hier kann es Dir auch egal sein, wenn Deine Figur nicht so perfekt ist und Du kannst Dir auch mal erlauben …

…nicht zu meditieren….und dich nicht gesund zu ernähren….die nächste Challenge nicht mitzumachen….und nicht energiegeladen, jung und fit zu sein.

Und das erstaunliche ist: es wird nichts passieren. Du bist immer noch Du, vielleicht mehr als je zuvor.

Auf diese Insel kannst Du Dich einmal zurückziehen und herausfinden, was Du wirklich willst.

Was Dir wichtig ist.

Dich loslösen von all den Verpflichtungen und Erwartungen, die Dein Umfeld, Dein Partner, die Medien, die Freunde, die Arbeit an Dich haben.

Jetzt denkst Du vielleicht:

„Aber ich muss doch funktionieren.

Ich muss doch schlank, fit und wohlgebräunt sein.

Ich muss doch gesund essen, mindestens fünf mal Obst und Gemüse pro Tag.

Sonst mögen mich die Leute nicht mehr,

sonst verliere ich…

…meinen Partner,…meinen Job,…mein Haus.

Wenn ich nicht schlank bin, passen mir keine Klamotten mehr

und andere denken, dass ich weniger wert und undiszipliniert bin.“

Und nun?

Ich muss da immer an so eine Geschichte denken, die wir vor Urzeiten mal in der Schule gelesen haben. Von dem Fischer, der am Strand liegt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Und von dem Tourist, der zu ihm sagt, dass er, wenn er heute nochmal rausfahren und Fische fangen würde, mehr verdienen könnte und vielleicht irgendwann ein zweites Boot, dann eine ganze Flotte und zum Schluss ein riesen Unternehmen haben könnte. Und dann, ja dann könnte er hier am Strand liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Das soll jetzt aber keineswegs ein Plädoyer für Faulheit sein.

Ich möchte Dich vielmehr ermutigen, konzentriert in eigener Sache zu arbeiten und zu leben und Dich von den von außen auferlegten Vorstellungen, wie Du zu sein hast, zu berfreien.

Frage Dich doch einmal: Möchtest Du Dich wirklich ein Leben lang verbiegen nur um Leuten zu gefallen oder in einem Job zu passen, der Dir sowieso nicht entspricht?

Denn alles beginnt mit DIR!

Löse Dich los von den ganzen Erwartungen und finde heraus, was Du möchtest.

Wenn Du mit dem, was Du tust im Einklang bist, dann kommt die Energie von ganz allein.

Wenn Du auf Deinen Körper hörst, welches Nahrungsmittel Du jetzt brauchst, welches Essen Deinem Körper und Deiner Seele gut tut, dann wirst Du Dich ganz von selbst gut ernähren.

Und wenn Du das tust, was Deinen ureigenen Talenten entspricht, dann wirst Du auch beruflichen Erfolg haben.

Du geht’s dann vielleicht Durch eine unsichere Zeit, aber Du solltest es Dir Wert sein.

In diesem Sinne

Eure Eva

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